Schreibe eine Geschichte mit folgenden Worten: Hass, Einsam, Vater, Liebe, Trauer. Ignoranz, Wende und Traum. Die Geschichte muss ein Happy End haben.

Ich könnte nicht behaupten, Hass für ihn zu empfinden. Auch, wenn ich oft einsam bin, weil er mich traurig macht - er ist und bleibt mein Vater. Und irgendwie empfinde ich trotz allem noch sowas wie Liebe für ihn. Gepaart mit einer Menge Trauer. Denn ich kann seine Ignoranz nicht verstehen. Warum zum Teufel er sich nicht drum kümmert, was seine Worte anrichten. Ich dachte immer, er steht mir bei allem bei - falsch gedacht. Doch meine Geschichte hat auch eine Wende. Denn ich habe einen neuen Vater hinzu bekommen. Er ist sicher nicht perfekt. Er ist sicher nicht mein Traum-Dad. Aber er ist für mich da, er hilft mir, er nimmt mich in den Arm und er sagt mir, dass das, was ich mache, gut ist. Und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

 

Schreibe eine Geschichte, in der folgende Wörter enthalten sind: Duft, zärtlich, Melodie, Hals, Cola, Finsternis, undeutlich, Wellen, Hass, Name, Foto.

Heute habe ich meine Briefebox rausgeholt und stöbere in meiner Vergangenheit. Ich wühle herum und auf einmal halte ich einen ihrer Briefe in der Hand. Von ihm strömt der Duft nach ihrem Parfum und ich fühlte mich sofort in die Vergangenheit zurück versetzt. Zärtlich fahre ich über den Brief und höre im Kopf die sanfte Melodie ihres Lieblingsliedes. Mein Hals schnürt sich langsam zu und ich trinke einen Schluck Cola, um dem Gefühl zu entkommen, langsam zu ersticken. Ich verstehe nicht, warum sie in diese Finsternis versunken ist. Nur noch undeutlich kann ich mich an die Zeit erinnern, in der wir uns immer fremder geworden sind. Eine Welle der Traurigkeit überkommt mich und ich vermisse unsere gemeinsame Zeit für einen Moment sehr extrem. Ich verstehe nicht, was zu diesem Hass geführt hat. Denn schließlich waren wir doch mal beste Freunde. Eine kleine Träne rollt meine Wange herunter und fällt auf ihren Brief, genau auf ihren Namen. Ich habe das Gefühl, dass dies ein Zeichen ist. Ich nehme ein Foto von uns aus der Box vor mir. Vielleicht sollte ich sie einfach mal anrufen? Doch dieser Gedanke versetzt mich in die Gegenwart zurück und ich weiß genau, dass einfach eine andere Zeit angebrochen ist. Eine Zeit, in der wir uns fremd sind und das wird man nie wieder rückgängig machen können. Manchmal verliert man alte Freunde, das gehört zum Leben dazu. Dafür findet man auch immer wieder neue.

 

Machen wir mal ne Bilder Geschichte. So los geht es: 1. Such ein Bild raus,2. ein bestimmtest Bild. Entweder a) Ein Bild mit großer Bedeutung b) Ein Bild was zur dir passt oder c) Ein Bild was zum Nachdenken erregt. 3. Schreibe zu deinem Bild eine kleine Geschichte.

Also dieses Bild hab ich genommen, weil es zeigt, dass man seine Situation vielleicht einfach aus einem anderen Licht sehen muss, um zu erkennen, dass sie gar nicht so schlimm ist.
Meine Geschichte dazu:
Ich habe mein Leben schon immer ziemlich scheiße gefunden. Ich dachte, kaum einer hat so ein schweres Leben wie ich. Warum? Na ganz einfach. Mein Mathe-Lehrer hasst mich, gibt mir absichtlich zu schlechte Noten und macht mir das Leben zur Hölle. Mein kleiner Bruder nimmt mir immer meine Sachen weg und macht sie kaputt. Meine beste Freundin hat einfach rumerzählt, ich würde auf den hässligsten Jungen unserer Klasse stehen. Und meine Eltern verbieten mir am Wochenende länger als 10 Uhr draußen zu bleiben. Echt beschissen alles. Dazu kommt noch, dass ich kein Smartphone haben darf. Nur ein normales Handy. Ist das nicht unfair? Alle aus meiner Klasse haben ein Smartphone! ... dachte ich.
Doch eines Tages traf ich eine Mitschülerin, als ich bei einem Kinderheim klingelte, um dort Kekse zu verkaufen (blöde Aktion, wo ich für die Schule auch noch meine Freizeit opfern musste). Ich war total erstaunt, was sie hier machte, doch sie schaute mich nur mit großen Augen an und ihr kamen die Tränen. Ich fragte "Was tust du denn hier?" und sie schluchtzte leise: "Ich wohne hier..." Als ich sie fragte warum, platze alles aus ihr raus. Sie erzählte, dass ihre Mama einfach irgendwann nicht mehr nach Hause kam und dass ihr Vater sowieso meistens nur betrunken war und sich nicht wirklich um sie kümmerte, sondern nur schlafen wollte, wenn er zuhause war. Dann sei irgendwann eine Dame gekommen, die sie mitgenommen hatte und seit dem wohnte sie hier. Ich wusste, dass sie aus der Klasse keine Freunde hatte, weil sie in der Schule immer total eingebildet rüber kam und deswegen keiner was mit ihr zu tun haben wollte. Aber wie sie hier so da stand begriff ich, dass das alles nur eine Schutzmauer von ihr war und dass es ihr in echt richtig schlecht ging, weil sie keine Familie hatte, kein richtiges Zuhause und nicht einmal Freunde.
Seit dem Tag sind wir beste Freunde und ich bin total glücklich, dass ich so ein schönes Leben habe - und jetzt sogar noch so eine tolle Freundin.

 

Schreibe eine Geschichte die, diese Wörter beinhaltet: Staubsauger, Absperrbandgeräusch, Arm, Kuchen, Unterjochung, Papagei und Füße.
Ich freute mich sehr über die Brownies, die Ulke mir gebacken hatte. Sie konnte eigentlich ganz gut backen, war meist aber zu faul dazu. Lieb, dass sie sich zu meinem Geburtstag doch aufgerafft hatte. Da ich auf meiner Feier aber schon mehr als genug Kuchenzeugs hatte, bewahrte ich sie mir für später auf.
Als ich am nächsten Abend alleine zuhause saß und mir gerade die neusten Folgen Grey's Anatomy anschaute und im TV gerade eine äußerst komplizierte und blutige OP zu sehen war, bekam ich Lust auf etwas Süßes (naja wer kennt das nicht, Blut & Gedärme und auf einmal hat man tierische Lust zu essen?!). Ich nahm einen Brownie und verdrückte ihn genüsslich. Echt lecker. Nachdem meine Serie zu Ende war, ging ich in mein Schlafzimmer. Dort stand mein Staubsauger und machte Absperrbandgeräusche mit seinem Arm! Im ersten Moment war ich vor allem genervt, schließlich wollte ich gerade schlafen gehen. Dann fiel mir aber was auf: Seit wann kann mein Staubsauger sich eigenständig bewegen? Und wann ist ihm der Arm gewachsen? Und warum zum Teufel macht er gerade diese Geräusche? Ich nahm an, dass er vermutlich einfach zu viel Kuchen gegessen hatte, trug ihn in mein Wohnzimmer und legte ihn vorsichtig auf die Couch. Dort konnte er sich etwas ausruhen.
Plötzlich hörte ich aus der Küche etwas rufen "Solch eine Unterjochung! Ab mit dem Kopf! Pssssssst - ich höre kleine Schnecken den Wald umschmeißen." Ich verstand nicht, was das alles sollte und ging nachsehen, wer das sein könnte. In der Küche angekommen, konnte ich allerdings keinen entdecken. Bis mich etwas zwickte. Ich schaute nach unten und sah einen Papagei auf meinen Füßen. "Steig in den Bus, sonst kannst du die Bananen nicht rechtzeitig filmen! Deine Großmutter wartet auf die Blumen, lass dir Zeit, sonst fällst du noch und verletzt dich!"
Ab da war für mich klar: In meinem Brownie muss irgendwas drin gewesen sein! Ich legte mich ins Bett, sagte meiner Wand noch wie sehr ich sie liebte und wie froh ich war, dass sie immer für mich da war, sie lief darauf hin rot an und wünschte mir eine gute Nacht. Was für eine liebe Wand ich nur habe...

 

Schreib eine Geschichte die folgende Wörter beinhaltet: Cola, Kartoffel, Drucker, Bleistift, Schimmel, Computer, Tinte, Fußboden und Träne.
Der Tag fing damit an, dass wir mal wieder keinen Kaffee da hatten. Das hatte ich mir eindeutig anders vorgestellt, als ich in diese WG gezogen war. Nun gut, ich hatte mir mittlerweile eh angewöhnt morgens Cola zu trinken, um wach zu werden. Doch als ich in den Kühlschrank blickte, traute ich meinen Augen kaum: Er war voll mit Kartoffeln. Keine Cola da - es hätte aber auch keine rein gepasst.
Verwirrt beschloss ich also meine herzallerliebsten Mitbewohner heute Mittag mal darauf anzusprechen, wenn sie wieder zuhause waren.
Mir fiel ein, dass ich noch eine Hausaufgabe ausdrucken musste. Doch wie das immer so ist: Möchte man nur Müll drucken, wie "das unschaffbare Trinkspiel" oder "super süße Katzenbilder", dann klappt es. Muss man dringend eine Hausaufgabe haben oder ein Formular - dann streikt der Drucker. So also auch jetzt. Ich nahm also einen Bleistift und schrieb Stichpunkt-mäßig ab, was ich mir am Abend zuvor schon mühsam aus den Fingern gesogen hatte. Endlich fertig damit, sah ich, dass eine Ecke des Blattes, wo nun endlich mehr oder weniger ordentlich meine Ideen festgehalten waren, leicht grünlich war. Ich schaute auf den Stapel Blätter, von dem ich auch meins hatte und entdeckte direkt daneben ein kleines grünes haariges Gebilde. Ursprünglich war das wohl mal eine Rosine gewesen - heute bloß noch Schimmel.
Wohl wissend, dass ich keine angeschimmelte Hausaufgabe abgeben konnte, setzte ich mich noch mal an den Computer, rief meine beste Freundin an "Kannst du das bitte für mich drucken und gleich mitbringen?" und schickte ihr meine Dateien. Glücklich, dass ich das nun endlich geschafft hatte, machte ich Pc und Drucker aus. Da fiel mir etwas auf.
Ich sah, dass die Tinte vom Drucker nicht leer, sondern ausgelaufen war. Sie klebte am Schrank und eine kleine Pfütze hatte sich am Fußboden gebildet. Ab da konnte ich nicht mehr und schon bald hatte die erste Träne ihren Weg in meine Augen gefunden. Manche Tage sind einfach beschissen. Und dieser Tag hatte gerade erst angefangen...

 

 

Schreibt eine Geschichte die folgende Wörter beinhaltet: Geist, Schubkarre, Wolken, Fenster, Blümchen, Webcam, RTL, Niveau und Falttechnik.
Der Tatendrang meiner Freundin geht mir auf den Geist. Den ganzen Tag musste ich ihr helfen, Schubkarren hin und her zu schieben. Viel lieber hätte ich mich stattdessen ins Gras gelegt und Wolken beobachtet. Aber nein, wir haben ein Fenster gestrichen und Blümchen gepflanzt. Jetzt sitze ich vorm Fernseher und sie - schläft. Klar, todmüde von der ganzen Gartenarbeit, aber ich hätte auch gerne mal was von ihr. Ist doch unfair, dass der Garten gehegt, gepflegt und geliebt wird und ich sitze jetzt alleine vor diesem Kasten und schaue mir irgendwelche Leute an, die heimlich mit einer Webcam gefilmt wurden, wie sie Klopapier essen. RTL - das N steht für Niveau. Ich mache den Fernseher also aus und setze mich wieder an mein Servietten-Origami-Buch, um die schönste Falttechnik für unsere Hochzeit herauszufinden und zu erlernen. So läuft das halt, wenn man kein Geld hat. Meine Eltern unterstützen uns schon, wo sie nur können, aber ihre Eltern haben sich geweigert für dieses "groteske Schauspiel wider jeder Natur und Vernunft" auch nur einen Cent auszugeben. So ist es halt etwas knapp in unserer Hochzeitskasse. Trotzdem wollen wir, dass alles perfekt wird. Deswegen sitze ich jetzt hier und falte Servietten. Weil ich meine perfekte Märchenhochzeit haben möchte, wie ich sie mir schon immer vorgestellt habe. Weil ich mir einfach nichts schöneres vorstellen kann, als für den Rest meines Lebens ihre Frau zu sein und sie für immer an meiner Seite zu haben.

 

Schreibe eine Geschichte zu einem Bild das dir viel bedeutet und poste das Bild.

Ich sah dieses Bild eines Tages im Internet. Im ersten Moment dachte ich "Was ist das denn für ein Müll? Man kann doch nicht einfach etwas beschließen, was man sich wünscht und dann ist das so?" Doch nachdem ich etwas drüber nachgedacht habe, beschloss ich, es einfach mal zu versuchen - was hatte ich denn auch zu verlieren. Also dachte ich mir "Ich wollte schon immer glücklich sein. Ich wollte schon immer ein besserer Mensch sein. Na dann. Ab jetzt bin ich ein glücklicherer und besserer Mensch." Ich überlegte, was bessere Menschen meiner Meinung nach taten. Dann machte ich mir eine Liste:
"♥ jeden Tag ganz viel lachen
♥ oft fremde Menschen anlächeln
♥ jeden Tag eine gute Tat tun
♥ ganz viel tanzen
♥ gute Freunde finden und behalten
♥ mehr fröhliche Musik hören
♥ auf die kleinen Dinge im Leben achten und sie wertschätzen"
Das war also meine To-Do-Liste für die nächsten Tage. Und ich hielt mich tatsächlich dran. Anfangs lachte ich zwar viel, aber nicht richtig aus dem Herzen heraus. Trotzdem wollte ich unbedingt meine Anforderungen erfüllen und lachte einfach immer, wenn es gerade irgendwie passte. Nach wenigen Tagen fing ich dann öfters an zu lachen, einfach, weil ich wollte. Das falsche Lachen war zwar nicht "echt" gewesen, hatte mich aber trotzdem irgendwie entspannt und ein Stückchen glücklicher gemacht. Auch lächelte ich viele fremde Menschen an und bemerkte, wie viel Freude es bereitete, wenn diese auch zurück lächelten. Außerdem versuchte ich jeden Tag eine gute Tat zu tun. Ob ich nun einem Obdachlosen ein Brötchen schenkte oder einem kleinen Jungen vor mir an der Kasse das fehlende Kleingeld schenkte. Auch das machte mich ungeheuer glücklich, denn oft waren die Menschen zwar erstaunt, aber sehr dankbar. Auf die kleinen Dinge habe ich auch geachtet und sie wert geschätzt. Zum Beispiel habe ich mir mal wieder ein Ü-Ei geholt. Habe es zuhause langsam ausgepackt, genüsslich gegessen und das Spielzeug behutsam zusammen gebaut. Das habe ich dann übrigens den Nachbarskindern geschenkt - schon wieder eine gute Tat, die haben sich sehr gefreut. Auch die anderen Dinge habe ich versucht so gut wie möglich einzuhalten.
Und nach einem Monat merkte ich: Ich war deutlich glücklicher. Das war zwar alles sehr anstrengend, aber es machte irgendwie glücklich. Außerdem hatten einige meiner Freunde diesen Wandel bemerkt und lobten mich dafür. Auch das war eine ganz neue Erfahrung: jemand fand gut, was ich machte.
Dieses Bild hat also mein Leben wirklich verändert. Denn seit dem Tag, wo ich es sah, bin ich ein Panda. Ein glücklicher Panda.
(True Story.)

 

Schreibe eine Story mit folgenden Wörtern: Laterne, Atome, Schiff, Handy, Schere, Blut und Make-up.

Heute lasse ich euch an einer sehr peinlichen Geschichte teilhaben.
Gestern bin ich gegen eine Laterne gerannt. Peinlich. Ich habe nur noch Atome um mich herum gesehen (normale Menschen sehen Sterne oder? Naja, ich sehe Atome...). Ich musste aber weiter, denn ich durfte mein Schiff nicht verpassen. Ich nahm mein Handy und rief schnell ein Taxi, damit ich bloß nicht zu spät kommen würde. Das Taxi war auch sehr schnell da, ich setzte mich rein und bemerkte, dass auf meinem Sitz eine Schere lag. Nun hatte ich eine Wunde an der Hand aus der grünes Blut kam (normale Menschen haben rotes Blut oder? Naja, ich habe grünes...). Ich kloppte schnell Make-up drauf, damit der Taxifahrer das nicht bemerkte, doch er hatte sich schon lange in ein Lama verwandelt und spuckte mich an.
Manche Tage laufen aber auch einfach blöd. Mein Schiff habe ich übrigens auch verpasst - bedeutet jetzt nochmal 5 Jahre Erden-Aufenthalt für mich.

 

Schreibe etwas darüber, was du siehst, wenn du die Augen schließt.
Wenn ich die Augen schließe, sehe ich ganz viele bunte Farben. Manchmal sind sie einfach verwischt, manchmal bilden sie Kreise, sie machen eigentlich was sie wollen. Aber es ist schön, viel schöner, als diese graue, triste Welt...

 

Schreibe eine Geschichte die folgende Wörter beinhaltet: Luftzug, Gefühl, Hunger, Schule, Klassenarbeit, Tafel, Atome.
Ich nehme einen tiefen Luftzug und atme genervt aus. Pentalon schaut mich an. Ich hab das Gefühl, dass wir beide exakt das Selbe denken - aber wie sollte es auch anders sein? Wir denken ja quasi immer das Selbe... Ich hab Hunger und wirklich heute gar kein Bock mehr auf Schule, aber diese scheiß Klassenarbeit schreibt sich halt nicht von selbst. Ich schaue auf die Uhr, die über der Tafel hängt. Bloß noch 20 Minuten - eigentlich zu wenig für die dritte Aufgabe, in der ich irgendwas mit Atomen machen muss - ach keine Ahnung. Chemie liegt mir eh nicht. Ich schaue nochmals zu meiner besten Freundin rüber. Sie malt gerade einen kleinen putzigen Drachen in ihr Heft - so typisch! Dafür liebe ich sie so sehr. Während ich mir hier Stress mache und mir die größte Mühe gebe, doch noch was sinnvolles zu Papier zu bringen (obwohl ich ja weiß, dass das eh nichts wird), sitzt sie da und malt! So gechillt würde ich auch gerne durch's Leben gehen... In den kommenden 20 Minuten verzweifel ich total an dieser dummen Atom-Aufgabe, während sie ein wunderschönes Kunstwerk zaubert - na wer von uns beiden hat da die Zeit effektiver genutzt? Kurz bevor es klingelt, reißt sie das Blatt leise aus ihrem Heft raus und steckt es heimlich in ihre Tasche. Wir geben alle unsere Hefte ab und gehen raus. Vor der Schule kramt sie in ihrer Tasche rum, zieht das Bild raus und gibt es mir "Weil du so gestresst und deprimiert bist, wegen der Klausur, Liebes!", sagte sie und drückt mir einen Kuss auf. Ich werde niemals eine bessere Freundin haben.

 

Schreibe eine Geschichte über dein komplettes Gegenteil.

Kennt ihr dieses eine Mädchen, was es an jeder Schule gibt? Wunderschön, gertenschlank, total beliebt, immer top angezogen und wenn man sie so sieht, kann man keinen Fehler an ihr finden? Über so ein Mädchen möchte ich heute etwas erzählen. Sie hatte schon mit der Hälfte der Jungs unserer Schule was und jeder wusste: Die ins Bett zu bekommen ist sicher kein Kunststück.
Trotzdem hatten alle großen Respekt vor ihr, denn ihre ernste Art machte Eindruck. In den Pausen stand sie mit den anderen "coolen Kids" auf dem Schulhof und rauchte - obwohl das verboten war. Regeln kümmerten sie nicht. Doch trotzdem hatte sie in der Schule durchweg gute Noten, denn sie lernte sehr viel. Besonders intelligent war sie nicht, aber mit Nachhilfe und stets perfekt gemachten Hausaufgaben, machte sie bei den Lehrern einen guten Eindruck. Auch, wenn ihre Aussagen im Unterricht nicht immer besonders qualifiziert waren, immerhin meldete sie sich verdammt oft und das ist schon die halbe Miete. Woher sie die Zeit für den ganzen Aufwand nahm, war uns allen ein Rätsel, denn sie hatte immer einen Haufen Leute um sich gescharrt, die ihr alle an den Lippen hingen. Sie stand gerne und oft im Mittelpunkt. Doch wenn man etwas von ihr wollte - sei es Hilfe bei einer Aufgabe oder bloß ein Taschentuch - dann war man bei ihr an der völlig falschen Adresse.
Oft sah man sie im Solarium, beim Friseur, bei der Maniküre oder sonst wo, wo man seinen Körper irgendwie aufmotzen kann. Auch war sie unglaublich oft shoppen, hatte fast jeden Tag etwas neues an, meist teure Designer-Teile. Sie pflegte sich wo sie nur konnte und sah immer aus, als wäre sie eben einem Modemagazin entsprungen.
Ist sie perfekt? Sie sieht so aus, aber macht das perfekte Menschen aus?

 

Schreibe eine kleine Geschichte zu einem Leben mit so einem Schalter.

Anfangs war ich skeptisch: Ob das funktioniert? Ich habe es einfach getestet. Ich schlatete auf "Off" und ging zu meiner besten Freundin. Dort angekommen, klingelte ich und wartete, bis sie aufmachte. Keine Gefühlsregung, ich freute mich kein Stück sie zu sehen. 'Naja, dann scheint es ja zu klappen.' Ich erzählte ihr von meiner neuen Errungenschaft und sie wollte es natürlich selbst austesten. Sie erzählte mir einen Witz. Die Art Witz, bei der ich sonst lachend auf dem Boden gelandet wäre. Aber er prallte eiskalt an mir ab. Wir waren beide sehr beeindruckt. Ich schaltete meine Gefühle also wieder an und wir verbrachten einen wundervollen Tag.
Schließlich kam einer dieser Tage, die jeder kennt und die der Grund für meinen Schalter waren. Meine Mutter rief an und schon an ihrer Stimme erkannte ich, dass etwas passiert war. Ich entschuldigte mich kurz, schaltete nun zum zweiten Mal auf "Off" und hörte mir an, was sie zu sagen hatte. "Opa liegt im Krankenhaus. Er hatte schlimme Atemprobleme und musste vom Notarzt abgeholt werden." Scheiße. Doch keine Gefühle. Immerhin. "Das tut mir leid, Mum. Geht's dir denn einigermaßen okay?" Sie fing an zu weinen. Mitleid hatte ich keins.
Nach dem Telefonat setzte ich mich vor meinen Fernseher und lebte ganz normal weiter. Das Programm war allerdings uninteressant - weder spannend noch lustig. Aber geärgert habe ich mich eigentlich nicht, sondern habe halt gespült. Okay, kein Problem.
3 Stunden nach dem Telefonat dachte ich, ich könne den Schalter wieder anstellen, doch länger als wenige Sekunden hielt ich es nicht aus. Mein Herz zog sich zusammen und es kam alles auf einmal hoch: Trauer, Angst, Hilflosigkeit und das Mitgefühl für meine Mutter. So ne Scheiße. Also wieder aus damit.
So ging es noch einige Wochen (mein Großvater erholte sich wieder, aber wie das Leben so ist, irgendwas ist immer). Ich konnte den Schalter nicht mehr an machen, da jedes Mal eine Welle aus unterschiedlichsten Gefühlen mich zu überwältigen drohte. Ich war überfordert. Natürlich nur, solange der Schalter an war, denn auch Überforderung ist ein Gefühl.
Nach zwei Monaten setzte ich mich auf mein Bett und hatte genug. Ich wollte endlich wieder etwas fühlen. Diese zwei Monate waren die Schlimmsten in meinem Leben, denn ich hatte keinen Spaß mehr an meinen Freunden, war nicht erleichtert, als es meinem Opa wieder besser ging und selbst Filme wurden langweilig. Bei Horrorfilmen gruselte ich mich nicht und auch Liebesfilme ließen mich kalt. Ich lebte wie in einer Blase - isoliert von allem. Von allem Schlechten - aber halt auch von allem Guten.
Ich saß also auf meinem Bett und stelle den Schalter um. Aufgestaute Gefühle der letzten Zeit überkamen mich und ich konnte nur perplex in meinem Bett liegen. Ich konnte mich nicht rühren und schlief schließlich ein.
Am nächsten Tag habe ich den Schalter wieder entfernen lassen und weiß seit dem:
Gefühle sind wichtig und gehören zum Leben dazu!

 

Denke an eine Farbe mit der du viel verbindest. Schreibe etwas darüber!

Grün. Diese Farbe steht für Hoffnung. Vor zwei Jahren bin ich von "zuhause" weggelaufen und habe meiner Mutter klip und klar gesagt, dass ich nicht mehr zurück kommen werde. Dann bin ich bei meinem damaligen Freund eingezogen. Ich wollte ein komplett "neues" Leben beginnen: alte Freunde, alte Schule, ABER glücklich und zufrieden. Ich hatte wieder Hoffnung. Wir haben also zusammen in einer schnuckeligen Wohnung gewohnt. Der Haustürschlüssel hatte eine Kappe in der Farbe grün - für die Hoffnung. Der Wohnungsschlüssel hatte eine rote - für die Liebe, die mich dort erwartete.
Heute habe ich diese Kappen nicht mehr um meinem Schlüssel, weil sich viel geändert hat. Er und ich sind nicht mehr zusammen - wir reden nicht mal mehr miteinander (Mr. Erwachsen hat mich sogar bei fb geblockt - reife Menschen hat diese Welt :D). Meine Mutter und ich wir hassen uns nicht mehr und bauen so langsam ein relativ normales Verhältnis auf - nichts super liebevolles, aber immerhin kann ich immer zu ihr kommen, wenn es mir schlecht geht - und aus den üblichen vier Wänden zu kommen, hilft manchmal schon. Mit meinem Vater habe ich gar keinen Kontakt mehr (Eltern sind geschieden) und das tut mir verdammt gut und es geht mir viel besser.
Diese Hoffnung war also berechtigt. Welche Farben meine Schlüssel heute haben? Rot und Blau. Warum? Einfach nur so, weil's schön aussieht :)

 

Gucke dir dieses Bild an:  Schreibe dazu eine Geschichte.

Ich ging in dem riesigen Garten umher. Machte hier ein Foto, machte dort eins. Immer wieder drehte ich mich zu meiner Mutter um, die sich immer noch beeindruckt das imposante Schloss ansah. Hin und wieder machte ich heimlich ein Foto von ihr vor diesem schönen Gebäude. Ich schaute auf die Uhr, rechnete aus, dass ich noch 10 Minuten hatte, bis die Reiseleiterin weiter wollte. Plötzlich hörte ich, wie sich jemand hinter mir geräuschvoll räusperte. "Hi, ehm... also, auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen komisch rüber kommt, vielleicht, also, aber .. äh ja.." Das stotternde Etwas vor mir war ein ziemlich attraktiver junger Mann, so Anfang zwanzig, der langsam rot anlief. "... hier diese Rose hab ich für dich ganz kriminell dort drüben abgerissen und ... ja, eh, so... ich wollte dich halt fragen, ob wir vielleicht zusammen einen Cocktail mal trinken wollen oder so. Hab dich schon vor Tagen im Hotel gesehen und naja... also..." Ich erlöste den armen Kerl, indem ich sagte "Klar, gerne, vielen Dank, sie ist echt schön und ich verrate auch keinem, dass du sie einfach geklaut hast" und lächelte ihn dabei an, nahm die Rose und klemmte sie mir mit einer Spange ins Haar. "Ganz schön kitschig, was? Steht sie mir?" Er war offensichtlich froh über meine lockere Art und dass ich seine stotternde Einladung nicht lächerlich fand. "Du siehst wunderschön damit aus.", sagte er sanft. "Bis heute abend dann, an der Bar." Während er weg ging, grinste ich über's ganze Gesicht. Schon kam meine Mutter an (Müttern entgeht aber auch nichts!) und fragte was das denn war. Ich erzählte es ihr und am Abend traf ich mich mit ihm, wir verliebten uns und heirateten. So lernte ich meinen Traummann kennen.

 

Schreibe eine Geschichte die folgende Wörter beinhaltet: Angst, Mut, Trauer, Haare, Gewitter, Liebe.

Ich hatte Angst. Soviel Mut wie es mich gekostet hatte, ihn damals anzusprechen, so sehr bereute ich es nun, da die ganze Sache mit so viel Schmerz und Trauer verbunden war. Ich saß auf der Parkbank und meine Haare wehten im stürmischen Wind. Wehten mir ins Gesicht, doch, anders als sonst, störte es mich nicht. Ich wollte eh nicht sehen, wie er neben mir saß, weinend und um eine zweite Chance bettelnd. Ich wollte nicht, dass es aus ist, doch die Tatsache, dass er immer öfter Drogen nahm und dann manchmal sogar handgreiflich wurde, war einfach zuviel für mich. Ich konnte nicht mehr. Ich sah ihn kalt an, gab mir die größte Mühe das alles nicht an mich ran zu lassen, nicht schon wieder einzuknicken, nur um zu merken, dass er sich nicht ändern würde. "Ich gehe jetzt. Sieht aus, als würde es gleich Gewitter geben." Er packte mich an dem Arm. "Geh nicht, bitte! ... Ich liebe dich doch!" Das tat weh, aber ich wusste: Liebe allein reicht halt nicht.

 

Schreibe eine Kurzgeschichte, in der folgende Wörter enthalten sind: Tee, Zebrastreifen, Gehirn, Faszination, Rock, Augenblick.

Ich wache auf, totmüde, richtig mies gepennt. Gehe in die Küche, erstmal ein Kaffee. Scheiße, Kaffee leer, na der Tag fängt ja ma geil an. Mache mir nen Tee, ist nicht das Selbe. Noch müde gehe ich aus dem Haus. Werde fast auf einem Zabrastreifen überfahren, Scheißautofahrer, da hab ich mal das Recht ohne zu schauen einfach rüber zu latschen, da werd ich trotzdem fast platt gematscht. Na geil. Ich schaue mich müde um, in meinem Gehirn gähnende Leere. Stelle mich an die Bushaltestelle und warte. Auf einmal sehe ich sie auf der anderen Straßenseite. Pure Faszination. Ich sehe ein wunderschönes Mädchen mit blonden Haaren. Sie hat Kopfhörer in den Ohren und wippt mit dem Kopf auf und ab, als würde sie Rock hören. Irgendwas in mir regt sich, ich bin völlig überfordert. Es ist wie Liebe auf den ersten Blick. Ich vergesse sowohl wo ich bin, als auch was ich hier wollte, stehe einfach nur da und starre sie an. Der ankommende Bus unterbricht diesen magischen Augenblick. Ich steige verwirrt ein, remple dabei noch äußerst geschickt eine ältere Dame an, die sowieso nicht sicher auf ihren Beinen steht und setze mich. Schaue mich um, will sie wieder im Blick haben, doch kann sie nicht mehr finden. Doch irgendwie - wie auch immer - habe ich mich in sie verliebt.

 

Schreibe eine Geschichte, während du dir dieses Lied anhörst.

Sie stand auf. Ein Tag wie jeder andere. Sie hatte Kopfweh vom Weinen in der Nacht. Wie jeden Tag. Sie ging im Haus umher und bemerkte, dass sie alleine war. Alles war so grau und trist. Sie wusste, so kann sie nicht weiterleben. Jeder Tag war eine Qual und ihr Leben bedeutete ihr nichts mehr. Sie kannte Freude schon lange nicht mehr. Sie wollte ausbrechen aus diesem Kreis des Verderbens. Sie hielt einen Augenblick inne - und fasste einen Entschluss. Sie lief in ihr Zimmer, zog sich warm an, packte ihre wichtigsten Sachen in eine Tasche, nahm eine Wolldecke, etwas zu Essen und Geld mit und rannte raus. Sie rannte und rannte und rannte. Rannte vor Ungeheuern davon, vor Schmerz, vor Gewalt, vor Unterdrückung, vor Ignoranz und vor einem tiefen Loch der Trauer. Sie rannte und rannte, über Pflasterstein, über Straßen, über matschige Waldwege. Rannte in die Kälte hinaus. Sie stolperte, doch rannte weiter. Immer weiter. Sie rannte und rannte - bis sie nicht mehr konnte. Sie war unter einer Brücke stehen geblieben und beschloss, dass dies nun vorerst ihr neues Heim werden sollte. Sie räume Glasflaschen weg und breitete ihre Decke aus, um sich schlafen zu legen, da die Nacht herein gebrochen war. Sie kuschelte sich tief in die Decke, doch der eisige Nachtwind zerrte erbarmungslos an ihr und raubte ihr jede Möglichkeit des Schlafes. Sie fing an ihre Tat zu bereuen, doch jedes Mal, wenn sie an ihr altes Heim dachte, wusste sie, dass sie das Richtige getan hatte. Sie lag die ganze Nacht unter der Brücke im eisigen Wind und fragte sich, ob man sie wohl suchen würde. Sie fühlte sich zwar sehr allein, aber lange nicht so einsam, wie sie es mit ihrer Familie gewesen war. Sie dachte lange darüber nach, wie es weiter gehen sollte, doch wusste es einfach nicht. Mit diesem Gedanken, schlief sie dann schließlich doch ein.
Am nächsten Tag fand man sie. Erfroren. Doch sie hatte ein Lächeln auf den Lippen, als wäre dies das Schönste, was ihr seit langem passiert war. Und nur sie wusste - das war auch so.

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