Aus dem Leben eines verwirrten Mädchens

 

Es gibt viele Dinge, die mir im Kopf umher geistern. Viele Dinge, die ich nicht verstehe. Viele Dinge, über die ich mir Gedanken mache und von denen ich mich frage, welche Bedeutung sie denn nur haben könnten. Auch frage ich mich, ob das normal ist. Ich frage mich, ob das alles so laufen muss. Und ob es jedem so geht. Ob ich nur zu viel Selbstmitleid habe (habe ich überhaupt welches?) oder ob ich mir berechtigterweise wünsche, dass einfach mal etwas Ruhe in mein Leben einkehrt. Suche ich nach Problemen oder kommen sie zu mir? Sind meine Probleme echt welche oder mache ich sie selbst zu welchen? Stelle ich zu viele Fragen und denke zu oft über Sachen nach? Habe ich das Recht über manche Dinge zu weinen oder soll ich sie hin nehmen, wie sie sind? Meine Gedanken kreisen und gleichzeitig laufen sie im Zickzack und springen hin und her. Ich möchte mit jemandem reden, aber mich nicht aufdrängen. Ich möchte mich nicht in Sachen hinein steigern, die es nicht wert sind.

Ich möchte draußen sein und lachen und das Leben genießen, aber mir fehlen die richtigen Menschen dafür und die Motivation und die Lust und das Leben. Denn ich bin besorgt und müde und habe Kopfweh. Ich möchte schlafen und schreien und weinen und reden und schweigen und mich ablenken und in den Arm genommen werden und alleine sein und mit dem Kopf gegen die Wand rennen, bis ich endlich weiß, was ich denken soll – oder aber einfach nichts mehr denke. Dumme Menschen haben es einfacher; das sage ich schon lange. Denn egal wie intelligent Menschen sind, sie wissen nie die Antwort auf alles, immer werden sie Probleme finden und keine Lösung haben und sich deshalb den Kopf zermartern. Dumme Menschen nicht, die nehmen es einfach hin, wie es ist.