Unschuld eines Mädchens

Gedanken eines Jungen

 

Er ist auf dem Weg zu ihr, er freut sich schon sehr. Er hat sie einfach gefragt, ob sie diesen Abend schon was vor hat und als sie Nein gesagt hat, da meinte er, dass er ihr doch einfach seinen Lieblingsfilm zeigen könne. Sie war total aus dem Häuschen und er fragte sich langsam, ob sie auch nur Freundschaft für ihn empfand.

Er klingelt und sie macht ihm sofort auf, als wenn sie schon auf ihn gewartet hätte. „Tut mir echt Leid, dass ich zu spät bin…“, entschuldigt er sich sofort. „Ach nicht schlimm.“, antwortet sie lässig und schaut auf die Uhr. Gut, denkt er, dann hat sie also nicht gewartet. Er war etwa eine Viertelstunde zu spät, was daran lag, dass er vorher noch mit einer Freundin telefoniert hatte und das Gespräch einfach so schön war.

Dennoch war er ganz glücklich, dass er sich für den Abend verabredet hatte, denn sie bedeutete ihm echt viel und er wollte wissen, was sie wohl von dem Film sagen würde.

Möchtest du was trinken?“, fragt sie höflich. Die beiden stehen unschlüssig im Flur rum. „Ne du, lass mal.“ Sie geht ins Wohnzimmer, dreht sich auf einmal plötzlich um und er läuft genau gegen sie. Die beiden müssen lachen und er sieht sie fragend an. Sie grinst, nimmt dem überraschten Jungen die DVD aus der Hand und geht weiter zum Fernseher. Sie legt die DVD ein. Sie setzen sich auf die Couch, jeder in eine Ecke. Die Couch ist nicht sehr gemütlich, doch so in der Ecke lässt es sich ganz gut sitzen. Außerdem sind da Kissen und er steht total auf Kissen.

Der Film ist irre gut, doch irgendwann sieht er, dass sie total niedergeschlagen wirkt. „Du guckst so traurig, ist irgendwas?“ Sie schaut ihn verblüfft an. „Äh… Nein…“, stammelt sie. „Ach komm schon, sicher nicht?“, hakt er nach und schaut sie liebevoll an. Sie kann seinem Blick nicht standhalten und weicht auf den Boden aus. „Sag schon, ich seh doch, dass was los ist.“ Sie hebt den Blick wieder und sieht ihn mit großen Augen an. „Ich weiß nicht… Ich fühl mich einfach nicht so gut im Moment.“, bringt sie kleinlaut mit schwacher Stimme hervor. Er kommt vorsichtig auf sie zu, schließt sie in seine Arme und drückt sie feste an sich. Sie schmiegt sich an ihn und kuschelt ihr Gesicht in seine Schulter. Er hofft, dass es bald wieder besser ist und dass sie sich dadurch nicht den Abend versauen lassen müssen. Er liebt stundenlange Gespräche und Diskussionen mit ihr, auch über ihre Gefühle und Probleme, nur heute, da passt es einfach nicht, er will ihr den Film zeigen, er will sehen, was sie davon hält und er selbst will den Film genießen, es ist ja sein Lieblingsfilm, den will er sich nicht durch so ein paar Mädchenproblemen versauen lassen. Bestimmt hat sie eh nur ihre Tage oder so was. Als sie sich wieder etwas beruhigt zu haben schien, setzt er sich wieder auf die Couch, nur diesmal mehr in die Mitte, die doofen Kissen kotzen ihn an und stören. Sie setzt sich neben ihn, extra nah, das bemerkt er sofort und er denkt, dass es ja nicht schaden kann, einfach seinen Arm mal locker um sie drum zu legen. Er drückt sie einmal kurz fest an sich und widmet sich wieder dem Film.

Als dieser zu Ende ist, liegen die beiden Arm in Arm auf der Couch. Beide wollen nicht aufstehen, obwohl es in ihrem Bett viel bequemer wäre, doch die Position, in der sie liegen, ist einzigartig, die bekommt man so schnell nicht mehr hin. Aber sie fällt jeden Moment runter, dann ist die gemütliche Position sowieso im Arsch.

Sie liegen in ihrem Bett und es ist … nun ja nicht so bequem, wie auf der Couch, doch es ist okay. Sie schmiegt sich an ihn und er kann ihren warmen Körper, fest an ihn gepresst, spüren.

Er fängt ganz langsam an, über ihren Rücken zu streicheln. Seine Hand wandert hoch zu ihren Schulterblättern, ihren Nacken und wieder runter. Er schiebt mit seiner Hand vorsichtig ihr T-Shirt hoch. Sie fängt an, schneller zu atmen, wahrscheinlich merkt sie das selbst gar nicht, aber ihn macht das unglaublich heiß. Sie presst ihren Körper immer mehr an seinen. Seine Hand wandert auf ihre Hüften, über ihren Bauch und umkreist dreimal ihren Bauchnabel, bevor sie noch ein Stückchen weiter nach unten wandert. Sie trifft auf den Bund ihrer Jogginghose. Da sie aber keine Regung zeigt, lässt er seine Hand einfach in ihre Hose rutschen und merkt, wie sie anfängt, zu zittern und ganz warm zu werden. Es liegt eine unglaubliche Erotik in der Luft und er versichert ihr liebevoll: „Wenn du nicht willst, musst du das nur sagen.“ Er wartet einen Moment. Sie sagt nichts, also macht er weiter. Sie rutscht mit ihrem Becken ein Stück nach hinten, sodass er noch besser dran kommt.

Nach kurzer Zeit denkt er, dass es nun Zeit ist, für mehr und zieht ihr ihre Hose aus und auch ihr T-Shirt. Sie wehrt sich nicht, sie sagt nichts, sie will es auch, das sieht er in ihren Augen. Er zieht sich schnell auch aus, bis er nur noch in Boxershorts da liegt und kann es gar nicht mehr erwarten, bis er sie endlich spüren kann. Er fummelt an ihrem BH rum, er hasst BH’s, er kam damit noch nie klar. „Du…“, haucht sie ihn an, es ist ein lustvolles und erotisches ‚du’. Er macht weiter an ihrem BH rum und sie drängt ihn schneller zu machen „Bitte…“ flüstert sie leicht genervt. Es ist ihm unendlich peinlich und er beeilt sich, dass sie so schnell wie möglich, endlich weiter machen können. Er reißt ihr schnell ihren BH vom Leib, das gleiche macht er mit ihrer Unterhose. „Bitte…“ fängt sie schon wieder an. Doch der Moment hat etwas extrem erotisches und er will das auskosten. Er zieht seine Boxershorts aus und folgt einfach seinen Trieben.

Als sie fertig sind, stößt er ihr spielerisch in die Seite und sie lässt sich einfach auf den Boden plumpsen. Er sieht es als Kompliment, sie scheint einfach noch zu überwältigt zu sein, um wieder hoch zu kommen.

Er zieht sich wieder an, nur sein T-Shirt liegt irgendwo am anderen Ende des Zimmers, da kann es auch bleiben, es ist eh total heiß im Raum. Er schaut auf sie runter, sie hat sich immer noch nicht gerührt, vielleicht wartet sie ja darauf, dass er etwas tut. Also zieht er sie wieder aufs Bett und schließt seine Arme um sie. Er schaut ihr in die Augen. Sie sieht … unglücklich aus, irgendwie. Dann fällt ihm aber auch auf, warum das wohl so ist. Während er sich wieder angezogen hat, lag sie auf dem kalten Boden. Sie ist immer noch nackt, sicherlich ist ihr einfach kalt. Er fängt an, sie wieder an zu ziehen und ist sehr vorsichtig dabei, er will ihr ja nicht wehtun. „Ich hab dich so unendlich lieb, meine kleine Fee.“, haucht er in ihr Haar, als sie endlich wieder etwas an hat. Sie liegt in seinen Armen, wie eine kleine Puppe, sie bewegt sich kaum, ist sicherlich total müde, es war schließlich ihr erstes Mal, davon geht er zumindest aus, sie hat immer so Andeutungen gemacht, dass sie ja noch ein kleines unerfahrenes, unschuldiges Mädchen ist. Er bemerkt, wie sie ihn auf einmal mustert und sieht sie besorgt an. „Was hast du denn, Kleines?“, fragt er ahnungslos. Ach, es ist bestimmt wieder so eine Phase, ihre deprimierten fünf Minuten, sind eh gleich wieder vorbei. Er drückt sie an sich. „Ich hab dich so lieb!“, flüstert er, während er sie noch etwas an sich zieht. „Duu…“, sagt sie. Er sieht sie aufmerksam an. „Nur Freunde…?“, fragt sie leise. Er sieht sie traurig an. „Aber nein, meine kleine Fee.“, fängt er behutsam an. „Das muss doch gar nichts mit Liebe oder zusammen sein zu tun haben.“ Das war es also. Sie hat sich doch Hoffnungen gemacht. Naja, der Abend war super, da wird sie mit ihm übereinstimmen. Und sie werden ja beide weiter Freunde bleiben.

Du, Kleine, ich geh jetzt mal.“ Er schaut auf die Uhr. „Es ist ja schon fast vier Uhr. Ich hab meiner Mama gesagt, dass ich bis Mitternacht schon lange zu Hause bin und jetzt … das.“ Er grinst. „Doch ich hab auch nur mit einem Film gerechnet und nicht mit…“ er hält eine Sekunde inne und überlegt, was er sagen soll. „… so was!“ Er grinst, zieht sie noch einmal an sich, um ihren Hintern befummeln zu können und geht dann aus dem Zimmer.

Er steckt noch mal eben seinen Kopf in ihr Zimmer. „Tschüss meine kleine Fee, ich versteh schon, dass du jetzt nicht aufstehen willst, nur um mir Auf Wiedersehen zu sagen!“ Er grinst. „Tschüss.“, versucht er es noch mal, bevor er aus ihrem Zimmer verschwindet. Er geht nach Hause und ist froh, dass er nicht doch den Abend vertelefoniert hat.